„Ein Coach ist jemand, vor dem ich laut denken darf.“

– M. Bödecker

Aktuelles

„Der STRESSige Alltag“ (2. Teil)

Alltagstipps zur Bewältigung Ihres Stresses

Sie möchten weniger Stress? Bestehenden Stress im Beruf oder im Privatleben verringern oder minimieren?

Stress und Entspannung sollten sich die Waage halten. Es sollte genügend Zeit vorhanden sein, dass der Körper und die Seele sich erholen und neue Energie aufbauen können.

Hier einige Beispiele dazu:

Im Berufsleben:
• entsteht die stressige Situation dadurch, dass Sie sich überfordert und fachlich nicht gewachsen fühlen, können Sie ihre Kompetenzen durch eine Fortbildung verbessern. Dadurch wird das Überforderungsgefühl gesenkt und Sie qualifizieren sich weiter.
• Versuchen Sie Ihre Arbeitsstrukturen besser zu koordinieren, indem Sie Aufgaben anders verteilen und auch an andere abgeben.
• Ändern Sie Ihre Arbeitsabläufe.
• Strukturieren Sie Ihr Ablagesystem neu.
• Legen Sie Ihre Prioritäten im Berufsalltag fest. Erstellen Sie Ihr persönliches Zeitmanagement.
• Benutzen Sie Ihre sozialen Kompetenzen, indem Sie Grenzen setzen und auch mal „Nein“ sagen, führen Sie klärende Gespräche und haben Sie auch ein wenig Zeit, um anderen zuzuhören.
• Lassen Sie sich helfen, wenn Ihnen die Arbeit über den Kopf wächst und bitten Sie beim Chef oder Kollegen um Unterstützung.

Im Privatleben:
• Sie sind perfektionistisch und verlangen von sich selbst immer 180 %? Setzen Sie Ihre eigenen Ansprüche zurück und legen Ihre Prioritäten im Privaten fest.
• Erkennen Sie Ihre persönliche Leistungsgrenze und akzeptieren sie.
• Erledigen Sie eine Aufgabe nach der anderen. Verzetteln Sie sich nicht zu sehr.
• Erstellen Sie Ihren persönlichen Zeitplan.
• Versuchen Sie positiv zu denken und loben Sie sich, wenn eine Aufgabe gut gelungen ist.
• Lassen Sie sich von unangenehmen Erlebnissen, Verletzungen, Ärger oder negativen Gefühlen nicht hinunterziehen. Versuchen Sie, diese loszulassen.

Denken Sie daran, für alle Aufgaben und Anstrengungen in Ihrem Leben benötigen Sie Energie, die vom Körper und Geist gleichermaßen beansprucht wird. Der Stress im Alltag ist ein schleichender Killer. Bevor Sie ihm begegnen und in Konflikt geraden, überlegen Sie, welche dieser Tipps Ihnen helfen könnte, den Stress zu überlisten. Die eigene Stressbewältigung braucht Zeit. Geben Sie sich diese Zeit.

So gelingt der „Stressabbau“

Entspannungstechniken:
• Autogenes Training
• progressive Muskelentspannung
• Yoga
• Atemübungen
• Meditation

Finden Sie Ihre Technik und machen Sie diese täglich. Die Regelmäßigkeit wirkt sich positiv auf Ihr Wohlbefinden aus und Sie können mit der nächsten Stresssituation gekonnter umgehen.

Bewegung:
• Legen Sie kurze Wege zu Fuß zurück
• Gehen Sie spazieren
• Finden Sie Ihre Lieblingssportart (Schwimmen, Walken, Tanzen …)
• Bewegen Sie sich täglich eine halbe Stunde an der frischen Luft
Der körperliche Stress aktiviert den Körper und bereitet ihn auf die Bewegung vor. Es ist hilfreich, wenn man körperlich aktiv wird.

Ernährung:
• gesunde und ausgewogene Ernährung
• drei Hauptmahlzeiten am Tag und ausreichend Zeit zum Essen
• Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser oder Tee
Achten Sie auch in stressigen Zeiten auf eine abwechslungsreiche Ernährung und genügend Flüssigkeit.

Soziale Kontakte:
• Treffen Sie sich mit Freunden und Familie
• Nehmen Sie sich dazu Zeit
Soziale Kontakte fördern die Erholung vom Alltag.

Freizeitaktivitäten:
• Aktivitäten, die Ihnen Freude machen
• Hören Sie Ihre Lieblingsmusik
• Machen Sie das, was Sie lieben
Durch die Aktivität bauen Sie sich kleine Verschnaufpausen in Ihr Leben ein.

Schlaf:
• Sorgen Sie für guten und ausreichenden Schlaf
• „Powernap“ - das bedeutet, leistungssteigerndes Nickerchen. Dies fördert in der Mittagspause die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit (nicht länger als 20 Minuten!)
Im Schlaf regenerieren sich der Körper und der Geist und kann neue Kräfte sammeln.


„Der STRESSige Alltag“ (1. Teil)

Stress ist wie ein Gewürz -
die richtige Menge bereichert den Geschmack eines Gerichtes,
zuwenig lässt das Essen fade schmecken,
zuviel schnürt einem den Hals zu.
Donald A. Tubesing

Stress bemerke ich erst, wenn ich Schwierigkeiten mit der Konzentration bekomme, Kopfschmerzen oder Verspannungen am Körper auftreten.
Stress ist eine normale Reaktion, die im Menschen verankert ist. Er lässt den Menschen schnell reagieren (Fluchtreaktion), indem er dem Körper das Signal gibt, so schnell wie möglich Energie (bei Gefahr wegzulaufen) bereitzustellen.

Stress kann man an folgenden Symptomen erkennen:
– der Atem ist beschleunigt
– die Muskel sind angespannt
– der Blutdruck ist erhöht
– der Herzschlag wird schneller
– die Hände und Füße sind kalt
– Schwitzen
– trockener Mund

Nachdem die belastende Situation vom Körper verarbeitet wurde, lässt der Stress und die Symptomatik wieder nach.

Was versteht man unter Stress?
Stress ist eine körperliche Reaktion auf eine Anforderung. Der Mensch benötigt für seine körperliche und seelische Entwicklung gewisse Anforderungen, die ihn zum Handeln oder zur Anpassung zwingen (ein Zeitlimit, um die gestellte Aufgabe zu erledigen).
Der Mensch braucht einen gewissen Stress im Alltag, um darauf zu reagieren. Stress schüttet im Körper bestimmte Hormone aus, die körperliche Reaktionen erzeugen. Das Herz pumpt schneller, das Gehirn und die Lunge werden besser mit Sauerstoff versorgt. Unsere Sinne werden geschärft. Die Problematik entsteht erst durch die andauernde Belastung, den sogenannten Dauerstress. Der Körper ist konstant in erhöhter Alarmbereitschaft und es folgen körperliche Beeinträchtigungen. „Ich kann mich nicht konzentrieren, mein Kopf schmerzt und ich bin am ganzen Körper verspannt – Mein Körper signalisiert mir: Ich habe zu viel Stress!“

Woher stammt der Begriff „Stress“?
Ursprünglich stammt das Wort Stress aus dem Lateinischen: „strictus“. Es beschreibt den Zustand, wie stramm, angezogen und gespannt.
Im Englischen bedeutet das Wort Stress: etwas betonen oder akzentuieren.
Stress wird übersetzt mit Druck, Anstrengung, Belastung, Mühe, Sorge, Kummer oder auch Erschöpfung.
Der ungarisch-kanadische Arzt und Forscher Professor Dr. Hans Selye hat diesen Begriff geprägt. Er ist bekannt als einer der Pioniere der Stressforschung.
Zuerst beschrieb dieser Begriff nur die Reaktion im Körper, was geschieht, wenn er belastet wird. Es war ein neutraler Begriff. Die negative Bedeutung von Stress, die der Begriff heute hat, wurde von Prof. Dr. Selye: Disstress (Dis-schlecht, krankhaft) und der positive Stress Eutress (Eu-gut, schön) benannt.
Welche Stressoren könnten bei Ihnen eine Rolle spielen?

STRESSOREN
(Stressauslöser/Stressfaktoren)

in meiner Biografie:
– Familienstruktur
– Beziehungen
– Soziales Umfeld
– Ereignisse im Leben

meine Persönlichkeit:
– meine Ziele, Werte und Glaube
– meine eigenen Denkmuster
– meine Stärken und Schwächen
– meine Beziehungsfähigkeit

Einstellungen, die den Stress intensivieren:
– der eigene Perfektionismus
– Bescheidenheit

äußere Anforderungen:
– durch den Beruf
– Zeitdruck
– private bzw. berufliche Konkurrenz
– Über- oder Unterforderung

eigene Bewertung:
– Kontrollverlust
– sich selbst abwerten

eigene Wahrnehmung:
– mentaler Schutzfilter im Gehirn (Es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf. Was nicht wahr sein darf, wird aktiv oder passiv bekämpft)
– „Fokus“ auf Fehler setzen
– bewusste Anwesenheit und Achtsamkeit im eigenen Leben

Kommunikation:
– eigene Kritikfähigkeit
– mangelnde Wertschätzung

Reaktionsmuster und Ärgernisse:
– der Umgang mit negativen Gefühlen
– eigene Problemlösungen
– kann individuell unterschiedlich sein

Kennen Sie auch einige dieser Stressoren? Möchten Sie erfahren, wie Sie Ihre Stressoren ausschalten und Ihre stressverschärfenden Denkmuster ersetzen können? Werden Sie Ihr eigener Stressmanager und finden Sie für sich die effektivste Methode. Das erfahren Sie im zweiten Teil von „Der STRESSige Alltag“.


Mit dem Abitur ins Leben – Wege aus der Orientierungslosigkeit

Was war dein Berufswunsch als Kind? Raumfahrer, Rockstar, Model oder Millionär? Spätestens, wenn du das Abitur in der Tasche hast und dir die Welt offen steht, erwartet man von dir eine ernste Antwort auf diese Frage. Was ist aber, wenn du die Antwort noch nicht kennst? Als Abiturient oder unzufriedener Student musst du dich durch einen Dschungel an Angeboten kämpfen, um das Richtige für dich zu finden. Zur Auswahl stehen eine Reise ins Ausland, entweder als „Work and Travel“ oder Aupair, ein Studium, sowie eine Ausbildung. Bei der Entscheidungsfindung können dich Eltern, Lehrer und natürlich auch deine Freunde unterstützen.

Work and Travel
Die erste Option bedeutet: Ausland, Arbeit, Abenteuer! Mit einem „Work and Travel“ Programm kannst du ein fremdes Land entdecken, indem du durch eine Reise, dessen Kultur und Sprache kennen lernst. Die nötigen finanziellen Mittel, die du für Unterkunft, Transport und das tägliche Leben benötigst, verdienst du dir durch Gelegenheitsjobs vor Ort. Während der Zeit deiner Reise, bekommst du ein spezielles Visum, mit dem du zwölf Monate in deinem ausgewählten Land arbeiten und reisen kannst. Sprachkenntnisse des Landes sind dabei von Vorteil. Vorteil einer solchen Reise ist auch, dass du deinen Aufenthalt ziemlich frei gestalten kannst, da du an keinen festen Ort gebunden bist. Du bekommst einen Einblick in die Arbeitswelt des Gastlandes und knüpfst Freundschaften zu Einheimischen und anderen Reisenden. Flexibilität, interkulturelle Kompetenz und Toleranz sind dabei für deine persönliche Entwicklung prägend. Nachteil einer solchen Reise, sind die hohen Kosten und der enorme Organisationsaufwand für Unterkunft, Arbeit und Transport. Das Programm erfordert von dir ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Durchhaltevermögen.

Aupair
Auch als Aupair, kannst du ein fremdes Land erkunden. Aupair sein heißt, dass du gegen Unterkunft, Verpflegung und ein Taschengeld bei einer Gastfamilie tätig bist. Bei dieser Familie übernimmst du verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel die Kinderbetreuung oder leichte Aufgaben im Haushalt. Ein solcher Aufenthalt fördert die Erweiterung deines Erfahrungshorizontes, deiner Sprachkenntnisse und dient zur Vorbereitung weiterer Aufenthalte im Ausland. Im Vorfeld füllst du Fragebögen aus und musst verschiedene Praktika vorweisen, damit man für dich eine Gastfamilie findet, bei der die Chemie stimmt. Ein Nachteil kann sein, dass die Vorstellungen von dir und der Gastfamilie nicht übereinstimmen, sie dich schwer arbeiten lassen und du Tätigkeiten erledigen musst, die nicht abgesprochen waren. Aus diesen Gründen, gibt es in den meisten Ländern klare Bestimmungen, was das Verhältnis von Gastfamilie und Aupair angeht. Meistens entstehen bei diesen Reisen aber persönliche Beziehungen und Freundschaften, die auch nach dem Aupairaufenthalt aufrechterhalten werden.

Vollzeitstudium
Bei der Option „Studium“ fragst du dich, was, wo und wie. Der Hochschulkompass kann dir, bei deiner Studienwahl, sowie bei der Bewerbung helfen und zeigt dir die benötigten Voraussetzungen. Ein Studium besteht aus dem Besuch von Vorlesungen, Seminaren, Praktika, Teilprüfungen und Abschlussprüfungen in mündlicher oder schriftlicher Form. Da du dich bei einem Vollzeitstudium voll und ganz deinem Studium widmest, musst du dir Gedanken um die Finanzierung machen. Diese Finanzierung kann von deinen Eltern, einem Nebenjob, Bafög, Stipendien, Studienkrediten oder Bildungskrediten kommen. Diese Art des Studiums ist theoretisch ausgerichtet und im Normalfall hast du eine 40 Stunden/Woche. Du befasst dich ausführlich mit den Lerninhalten, lernst viele Kommilitonen kennen, hast eine relativ freie Zeiteinteilung und die Wahl individueller Schwerpunkte.

Duales Studium
Die meisten Angebote für ein duales Studium gibt es in den Bereichen der Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik und im Pflege- und Sozialwesen. Da du drei Monate im Unternehmen bist und drei Monate an einer Universität studierst, hat diese Art des Studiums einen hohen Praxisanteil. Deshalb kann die Theorie nicht intensiv vertieft werden. Es erhöht aber deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt und erleichtert deinen Berufseinstieg. Du hast ein festes Monatseinkommen und die Studiengebühren werden vom Unternehmen übernommen. Die Lerngruppen sind kleiner und die Bildungseinrichtungen sind gut ausgestattet. Zudem hast du Aussicht auf Übernahme bei deinem Unternehmen, sobald du dein duales Studium erfolgreich abgeschlossen hast.

Ausbildung/ Lehre
Eine weitere Option ist: Ausbildung, Arbeit, Berufsschule! Diesen Weg kannst du wählen, wenn du praktische Absichten verfolgst. Eine Lehre oder Ausbildung ist eine standardisierte Vermittlung von speziellen Fertigkeiten. Du lernst die Theorie in der Berufsschule und wendest sie dann in der Praxis im Unternehmen an. Du verdienst dein eigenes Geld und kannst nach der Ausbildung immer noch ein Studium absolvieren. Aufgebaut ist es wie ein duales Studium.

Ob du Abiturient oder Student bist, jetzt ist nicht die Zeit endgültige Entscheidungen zu treffen. Jetzt ist die Zeit, Fehler zu machen, den falschen Zug zu nehmen und die Meinung wieder und wieder zu ändern. Herauszufinden, wer du sein möchtest und welcher Beruf wirklich zu dir passt. Eines Tages wird man dich wieder fragen, was du werden willst, dann musst du nicht mehr raten, denn dann kennst du die Antwort.